Geschichte

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel beginnt im Jahr 1882. Doch auch schon vorher wurden in Harsewinkel Brände gelöscht.

Die ersten zwei Brandspritzen erhielt die Stadt Harsewinkel im Jahr 1710.

Im Jahr 1719 wurde in Marienfeld eine fahrbare Spritze angeschafft, ausgestattet mit einem Kupferbehälter, der im Einsatzfall durch eine klassische Eimerkette befüllt wurde. Ein Hydrantennetz, wie es heute besteht, gab es damals noch nicht. Im Gegensatz zu heutigen Fahrzeugen und Pumpen, wurde diese Spritze auch mit Muskelkraft, statt mit einem Motor betrieben.

1823 bestätigte der Landrat eine Verordnung, wonach auch in Harsewinkel und Greffen je eine Spritze mit Lederschläuchen vorzuhalten war. Die weitere Ausrüstung bestand aus sechs Feuerhacken und fast 90 Ledereimern. Ein Jahr später wurde zur Unterbringung der Ausrüstung ein Spritzenhaus gebaut.

Ein neues Spritzenhaus bekam die Feuerwehr Harsewinkel 1834. Es stand auf der Ecke Clarholzer Straße/ August-Claas-Straße. Allerdings musste es später einer Straßenerweiterung weichen. Ein Ersatzbau entstand auf dem Buschkamp.

Bis ins Jahr 1882 war das Feuerwehrwesen in Harsewinkel nicht organisiert. In diesem Jahr wurde die Freiwillige Feuerwehr Harsewinkel gegründet und zählte schon nach kurzer Zeit 60 Mitglieder.

Die Wehr wurde die nächsten vier Jahre, bis zu seinem Tod, von Meier Overesch sen. geführt, absolvierte zahlreiche Übungen und bewieß sich bei vielen Einsätzen in Harsewinkel. Ein Jahr später erhielt die Wehr eine, für damalige Verhältnisse, moderne Brandspritze, welche zu einem Drittel von der westfälischen Provinzial finanziert wurde.

Die Anschaffung eines Wasserwagens stand im Jahr 1884 in Folge eines Feuers am Kirchplatz an, dem neun Häuser zum Opfer fielen.

Zwei Jahre später übernahm Amtmann Diepenbrock die Führung der Wehr.

Am 7.Juli 1915 kam es zu einem Feuer im Marienfelder Kloster. Es war der bisher größte Einsatz in der Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel. Im Einsatz waren die Spritze aus Marienfeld, zwei spritzen der Feuerwehr Harsewinkel, je eine aus Beller und Harsewinkel selber. Außerdem kam die Feuerwehr Gütersloh mit einem Sonderzug der Teutoburger Waldeisenbahn und unterstützte mit drei weiteren Brandspritzen und einer Abteilung Wachmannschaften des Gefangenenlagers.

Die Bauernschaften Beller und Rheda gründeten 1907 eigene Löschzüge. Die beiden Löschzüge waren bis zur Anschaffung zweier LF 8 (Löschgruppenfahrzeuge) im Jahr 1946 mit je einer Handdruckspritze ausgestattet.

Eine Tragkraftspritze (TS 8), also eine motorisierte Pumpe, wurde im Jahr 1930 als erster motorisierter Ausrüstungsgegenstand angeschafft.

Zum 75. Jubiläum erhielt der Löschzug Harsewinkel 1957 ein neues Gerätehaus. Dieses steht nun, als Ersatz zum veralteten Spritzenhaus am Buschkamp, am Südring. Zwar wurde dieses Gerätehaus mitlerweile abgebrochen und durch eine neue Feuerwache ersetzt, der Standort am Südring 13 ist aber der Selbe!

Die Mitgliederzahlen beliefen sich 1964 auf 75 Mitglieder in der Gesamtwehr (32 in der Stadt, 26 in Beller, 17 in Rheda). In diesem Jahr wurde den Blauröcken auch die lange gewünschte Fahne übergeben.

Die heutige Wache in Harsewinkel wurde Ende April 2017 feierlich eingeweiht. Heute umfasst die Freiwillige Feuerwehr Harsewinkel die Löschzüge Harsewinkel, Greffen und Marienfeld. Die Standorte Beller und Rheda existieren nicht mehr. Aktuell kann die Feuerwehr auf insgesamt 15 Fahrzeuge zurückgreifen. Weitere Informationen zu diesen finden Sie unter dem Reiter "Technik".


Bildquelle: Fotoarchiv Jäger

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