Wald- und flächenbrände

Wer im vergangenen Jahr oder den letzten Wochen im Fernsehen  und Radio die Nachrichten verfolgt hat, wird sich an die beiden großen Brände auf dem Truppenübungsplatz in Meppen in Niedersachsen und an den größten Waldbrand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns in Lübtheen erinnern. Zwar sind beide Brände nicht auf „herkömmliche“ Art entstanden, sondern durch Raketentest bzw. Brandstiftung, doch können auch kleine Unaufmerksamkeiten große Wirkung haben.

In Anbetracht der hohen Temperaturen und des fehlenden Niederschlags sind die meisten Flächen ausgetrocknet. Das gilt für Grünstreifen an Straßen, ebenso für Felder und Wiesen als auch Wälder. Hier können schon Glasscherben einen Brand auslösen. Einfallende Sonnenstrahlen werden durch das Glas gebündelt und erhitzen das darunter liegende Gras oder Laubwerk soweit, bis es sich schließlich selber entzündet. Auch die Temperatur des vermeintlich ausgetretenen Zigarettenstummels reicht aus, um einen Brand im Straßengraben oder dem Mülleimer auszulösen. Brände auf offenen Flächen oder in Wäldern breiten sich, je nach Wetter und Wind, relativ schnell aus.

Hier einige Hinweise zur Pävention:

  • Werfen Sie keine Flaschen oder Zigarettenstummel aus dem Auto!
  • Räumen Sie Müll auf Wiesen oder in Wäldern in den Mülleimer. Auch die Natur wird es Ihnen danken!
  • Das Grillen ist auf den meisten Flächen ohnehin verboten. Durch die Hitze des Grills und eventuellen Funkenflug können Gras und umliegende Sträucher in Brand geraten.
  • Parken Sie nicht auf Wiesen oder Feldern. Etwa der Motor oder der Auspuff können den Untergrund entflammen.
  • Achten Sie beim Unkraut abflämmen auf umliegende Gefahren. (Sträucher, Rasenflächen, etc.)

Sollten sie einen Wald- oder Flächenbrand bemerken, ...

  • ...bringen Sie sich und ggf. andere Menschen in Sicherheit. Bewahren Sie Ruhe und helfen sie Anderen. Unterschätzen Sie dabei allerdings nicht die Geschwindigkeit des Feuers.
  • ...wählen Sie umgehend den Notruf 112. Nennen Sie so präzise wie möglich, wo es brennt. In einigen Gebieten gibt es so genannte Rettungspunkte. Die haben eine eindeutige Nummer, die sie angeben können. Meist befinden sich diese an Weggabelungen, Bänken oder anderen markanten Punkten.
  • ...machen Sie sich bemerkbar, wenn sie das Martinhorn wahrnehmen. Weisen sie die Kameraden ein und schildern Sie diesen vor Ort möglichst genau, wo sich das Feuer befindet.
Hier sehen Sie ein Beispiel für einen Rettungspunkt im Einzugsgebiet der Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock. Wenn Sie die Nummer, in diesem Falle "GT 9211", dem Disponenten in der Leitstelle mitteilen, gibt er diesen an die Einsatzkröfte weiter und Ihnen kann schneller geholfen werden.




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